Jachenau: Ein erster Abstecher ins Rappin-Tal

Der Weg ins Rappin-Tal ist weit beeindruckender und schöner als gedacht.

Der Weg ins Rappin-Tal ist spektakulärer als gedacht.

Am vergangenen Ostermontag sind Thomas und ich zu einer kleinen Tour ins Jachenau-Gebiet aufgebrochen. Der Weg vom Ort Jachenau nach Norden entlang der Großen Laine ist ja sehr bekannt und wird wegen dem schönen großen Wasserfall, der nur ein kleines Stück hinter der Lain-Alm liegt, von vielen Menschen begangen. Kurz vor dieser Alm gibt es einen malerischen Abzweiger nach links, der mir schon mehrmals aufgefallen ist. Diesmal wollten wir ihn endlich nehmen und uns überraschen lassen, was wir dort finden würden. Und tatsächlich: mit einem so schönen Tal, an dessen Südhang sich der Weg entlang schlängelt, hatten wir nicht gerechnet. Nach vielleicht einem Kilometer kommt man ins abgelegene Rappin-Hochtal. Der Weg setzt eine gewisse Schwindelfreiheit voraus, kann aber trotzdem gut begangen werden, weil er zwar schmal, aber nicht zu schmal ist. Dort oben finden sich zwei einsame Berghütten, die im Winter nicht bewohnt sind. Bis dorthin hatten wir auch nicht mit Schnee zu kämpfen. Zu milde war der Winter in diesem Jahr. Aber nun wurde es anstrengender. Wir mussten uns immer wieder durch noch etwa 30 Zentimeter hohen Altschnee kämpfen – und das ohne Schneeschuhe und/oder Gamaschen. Weil das Tal, zumindest zu dieser Jahreszeit, kaum von Wanderern begangen wird, war der Weg, der uns bis zur Kochler-Alm führen sollte, nicht immer leicht zu finden. Aber da das Tal relativ schmal ist, kann man sich nicht verlaufen. Ein Tipp: Die schmale „Behelfsbrücke“ an der zweiten Hütte, der Rappin-Alm, solltet ihr nicht nehmen, bleibt stattdessen einfach auf der rechten Seite des Baches. Erst am Ende des Tals, wenn es wieder hinauf geht, müsst ihr den Bach queren. Dort finden sich übrigens noch zwei schöne Wasserfälle.

Abgebrochene Runde um den Hirschhörnlkopf

Wir wollten ja eigentlich eine Runde um den Hirschhörnlkopf drehen, der von den Einheimischen auch Pfundberg genannt wird. Nicht mehr allzu weit von der Kochler-Alm entfernt, haben wir uns aber entschlossen, umzudrehen. Der Schnee wurde oben im Wald immer lästiger und wir hatten noch reichlich unbekannte Wegstrecke vor uns. Der Rückweg ging deutlich leichter vonstatten, weil wir uns einfach an die schon schneefreien Hänge hielten. Wieder am Eingang des Rappin-Tals haben wir dann doch noch ein paar andere Wanderer getroffen, die aber nicht weiter als bis zur ersten Hütte beziehungsweise auf dem Weg zur Staffel-Alm zu sein schienen. Letztere liegt übrigens am Fuße des Rabenkopfes und nicht nahe beim Staffel, der sich auf der anderen Seite der Jachenau befindet. Wer die Strecke ins schöne Rappin-Hochtal auch gehen will, der benötigt dazu nur eine Karte wie die Alpenvereinskarte BY11. Besondere Ausrüstung braucht man eigentlich nicht. Weil der Weg ja jedoch zunächst an einem steilen Hang entlang führt, würde ich ihn aber nicht mit kleinen Kindern oder ungestümen Hunden gehen wollen. Vor ein paar Jahren war das abgelegene Tal übrigens im Zentrum einer "Dauerfehde" um eine Wirtschaftsstraße, die sich der Jachenauer Almbauer Anton Lippert in den Kopf gesetzt hatte. Der Bund Naturschutz hatte sich damals vehement gegen die Erschließung eingesetzt. Die Straße mit ihren mächtigen Kehren haben wir am Hang gesehen, sind sie aber nicht gegangen.

1 comment to Jachenau: Ein erster Abstecher ins Rappin-Tal

  • Der markante Stein auf dem ersten Foto am Eingang der Rappinklamm trägt mehere Versteinerungen von Megalodonten – genau hinschauen!
    Gruß Jost Gudelius

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