Canon Powershot S95: Das bessere Handbuch

Nachdem ich vor einer Weile bei einem Abstieg im Karwendel den Fehler gemacht habe, mich auf meine geliebte Ixus zu setzen und dabei das Display dauerhaft zu beschädigen, habe ich mir eine Canon Powershot S95 gekauft. Die Kamera ist wirklich winzig, lässt sich dadurch immer mitnehmen, und macht doch erstaunlich gute Fotos.
“Photographer’s Guide to the Canon Powershot S95″ von Alexander S. White

“Photographer’s Guide to the Canon Powershot S95″ von Alexander S. White

Wenn man aber faul ist und das reichlich trockene PDF-Handbuch nicht lesen will, schöpft man das Potenzial der S95 bei weitem nicht aus. Deshalb habe ich mir vor ein paar Wochen das einzige Sekundärhandbuch zur S95 gekauft, das es auf dem Markt gibt: "Photographer’s Guide to the Canon Powershot S95" von Alexander S. White. Wie man am Namen schon merkt, ist es englischsprachig. Wen das nicht stört, der bekommt mit dem im Eigenverlag gedruckten Werk ein ausführliches Handbuch zu seiner S95, in dem Schritt für Schritt alle Einstellungen erläutert werden. Obwohl die Menüs der Kamera, wie von Canon gewohnt, eigentlich sehr klar strukturiert sind, übersieht man doch einige Funktionen, die White aber alle durcharbeitet. Wo nötig, ergänzt er seine Beschreibung mit praktischen Tipps und Fotos. Letztere sind allerdings etwas zu klein geraten. Obwohl ich jetzt selbst schon ein halbes Jahr mit der S95 fotografiere, sind mir doch einige Funktionen entgangen. So habe ich etwa nie bemerkt, dass die Kamera im manuellen Modus rechts unten eine Skala einblendet, die mir beim richtigen Belichten hilft. Stattdessen hatte ich mich auf das Display verlassen. Auch den extrem praktischen Custom-Mode habe ich bislang übersehen. Manchmal wird White etwas zu ausführlich, wenn er zum Beispiel gleich mehrere Möglichkeiten beschreibt, um in den Menüs zu navigieren. Auf der anderen Seite ist ihm hoch anzurechnen, dass er nicht seitenweise Standardthemen zur Digitalfotografie abhandelt, wie so viele andere „Handbücher“. Wenn es doch um Grundlagen geht, wie etwa bei der Beschreibung zum Einstellen des Weißabgleichs, dann bezieht sich White immer direkt auf die S95. Das liest sich sehr angenehm. Was dem Buch allerdings leider fehlt, ist ein professioneller Lektor. So stört es immer wieder, dass die Hierarchie der Zwischenüberschriften im Text nicht eindeutig ist. Statt unterschiedlicher Schriftgrößen, verwendet White oft annähernd die gleiche Größe. Im Inhaltsverzeichnis ist die Unterscheidung dagegen klar. Auch ist es nicht schön, wenn auf einer Doppelseite zwei Mal das manuelle Einstellrädchen abgebildet ist, aber in unterschiedlicher Größe. Solche handwerklichen Fehler hätte man vermeiden können. Nichtsdestotrotz bietet "Photographer’s Guide to the Canon Powershot S95" durch seine klare Strukturierung wertvolle Hinweise und Tipps, mit denen man schnell mehr aus der S95 herausholt. Das Buch gibt es für knapp 20 Euro als gedrucktes Taschenbuch bei Amazon oder für 10 Dollar als PDF-Datei direkt beim Autor.

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