Malerweg – 3. Etappe: Hohnstein – Altendorf

Dieser Beitrag beschreibt die 3. Etappe des Malerwegs in der Sächsischen Schweiz.

Gautschgrotte Vom Dorfzentrum Hohnstein gehen wir zurück und den Bärengarten hinunter, wo wir wieder auf den eigentlichen Malerweg treffen. Nach wenigen hundert Metern folgen wir dem Abstecher, der nach links zur Gautschgrotte führt. Die “Grotte” ist ein Felsüberhang, über den ein Rinnsal fließt. Im Winter sollen so eigenwillige Eisformationen entstehen. Jetzt ist die Höhle wenig spektakulär.

Nun geht es wieder bergauf. Bei der Bank am Querweg kürzen wir ab und gehen gerade aus und zweigen nach der Wiese links ab. Über die Räumigtwiese gelangen wir zur Brand-Baude, von deren Terrasse man einen herrlichen Blick über das Elbtal hat. Wir machen eine Pause in der gemütlichen Gaststube. Obwohl die Speisekarte viel versprechend klingt – es werden vor allem Produkte und Gerichte aus der Region angeboten – trinken wir nur etwas, da wir noch nicht hungrig sind.

Aussicht vom Brand Gleich nach dem Brand geht es steil über (laut Buch) 867 Stufen rund 150 Höhenmeter hinab in den Tiefen Grund, ein kurzes Stück an der stark befahrenen Straße entlang und dann gleich wieder 150 Höhenmeter bergauf – ganz typisch für den Malerweg, wo häufig tief eingeschnittene Täler auf diese Weise gequert werden müssen.

Nach schweißtreibendem Aufstieg erreichen wir Waitzdorf. Am Dorfende haben wir die Wahl, entweder gerade aus abzukürzen oder einem Linksbogen zu folgen, der an zwei Aussichtspunkten vorbei führt. Wir entscheiden uns für die etwas längere Strecke, die auch als eigentlicher Malerweg ausgewiesen ist. Kurz nach dem dritten Rastplatz wenden wir uns nach rechts. Es geht wieder einmal bergab. Wir queren zwei Wege und wenden uns beim nächsten Querweg in spitzem Winkel nach links.

DDR-Nostalgie in Kohlmühle Nun geht es sehr idyllisch am Kohlichgraben entlang nach Kohlmühle. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Nur die modernen Autos erinnern daran, dass wir nicht mehr in der DDR sind. Wir gehen staunend durch den Ort, queren Bahnlinie sowie Sebnitz und folgen dem Flusslauf auf einem schmalen Trampelpfad.

Wir verpassen die Abzweigung, an der wir wieder auf die linke Flussseite wechseln sollten, bemerken aber unseren Irrtum nach wenigen hundert Metern. Wir gehen also zurück, über den Fluss und wenden uns nach rechts. Nach den beiden Bahnbrücken geht es ein letztes Mal für diese Etappe bergauf nach Altendorf. Dort stellen wir fest, dass der einzige Gasthof, der Heitere Blick, am Dienstag Ruhetag hat – und es ist natürlich Dienstag. Das Fremdenverkehrsamt kann uns immerhin ein Zimmer vermitteln. Die Vermieter, Fam. Laufer, sind äußerst nett und kennen das Problem natürlich schon. Herr Laufer fährt uns in den Nachbardorf Mittelndorf, wo wir noch etwas zu Essen bekommen.

Zusammenfassung der 3. Etappe (Informationen zum gesamten Malerweg)
Anspruch: leichte Streckenwanderung
Kondition: mäßige Anforderungen, einige heftige Steigungen und Abstiege
Karte: Wanderkarte Leporello Malerweg Elbsandsteingebirge: mit Ausflugszielen, etc.
Literatur: Wanderführer Fernwanderweg Malerweg aus dem Hikeline-Verlag
Länge: 14 km
Aufstieg: 450 m
Abstieg: 380 m (alle Längen- und Höhenangaben stammen aus dem Wanderführer “Malerweg” aus dem Hikeline-Verlag)
Dauer: 6,5 Stunden
Essen in Mittelndorf: Gasthaus Am Weinberg: Preiswert und an Dienstagen alternativlos. Mehr Positives lässt sich leider nicht sagen.
Übernachtung in Altendorf: Privatzimmer Laufer: Großes, gemütliches Zimmer, Bad auf dem Flur, Kosten: 40 Euro inklusive Frühstück, das auch noch für ein Lunch-Paket reichte.

Alle Bilder:

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