Malerweg - 2. Etappe: Stadt Wehlen - Hohnstein

Dieser Beitrag beschreibt die 2. Etappe des Malerwegs in der Sächsischen Schweiz. Wie bereits in der Beschreibung der 1. Etappe erwähnt, war die eigentliche Fortführung des Malerwegs am Beginn der zweiten Etappe über den Schwarzgrund gesperrt. Wir gehen deshalb über den Steinrücken zum Steinernen Tisch. Bei diesem handelt es sich um einen Rastplatz, der 1710 für eine Jagdgesellschaft eingerichtet wurde. Ein Gasthaus gleichen Namens gibt es dort ebenfalls. Vom Steinernen Tisch gelangen wir nach zirka einem Kilometer zum ersten Höhepunkt der Wanderung: der Bastei. Die bizarren Felsformationen der Bastei sind weltberühmt - und entsprechend überlaufen. Vor allem auf der Basteibrücke treten sich die Touristen gegenseitig die Füße platt. Zum Glück ist dies der einzige Punkt auf dem Malerweg, bei dem man wirklich auf Menschenmassen trifft. Dennoch lohnt sich der Besuch auf jeden Fall. Wer die Touristenmengen vermeiden will, sollte eine Übernachtung im Berghotel Bastei (DZ ab 50 Euro pro Person) in Erwägung ziehen und das Felsmassiv in den frühen Morgenstunden besuchen. Wir besichtigen die Bastei ausgiebig, inklusive der Felsenburg (Eintritt: 1,50 Euro). Wie die Raubritterburg aus dem 13. Jahrhundert einmal ausgesehen hat, lässt sich allerdings kaum mehr erahnen. Über Stufen hinab gelangen wir nach der Bastei-Besichtigung hinab zur Felsenbühne Rathen. Da wir Proviant einkaufen wollen, gehen wir geradeaus in den Ort Rathen. Nach dem Einkauf gehen wir denselben Weg zurück und rechts an der Felsenbühne vorbei zum Amselsee. Auf dem schmalen, rund 500 Meter langen See kann man Ruder- und Tretboote mieten. Wir verzichten darauf und gehen weiter zum Amselfall und der Amselfallbaude (eine Baude bezeichnet ursprünglich eine Schutzhütte). In der Amselfallbaude ist eine kleine, recht lieblos aufgebaute Informationsstelle des Nationalparks.

Nach dem Amselfall geht es wieder über Stufen steil bergauf. An der Bank kurz nach der Amselfallbaude machen wir Rast. Dann wandern wir in sehr schöner Landschaft weiter bergauf an der Rathewalder Mühle vorbei nach Rathewalde. Nun kommt ein unangenehmer Abschnitt, denn wir müssen zirka 500 m an einer viel befahrenen Straße entlang gehen.

Nachdem wir diese zwei Mal mit der gebotenen Vorsicht überquert haben, kommt nochmals ein sehr schöner, abenteuerlicher Abschnitt: Es geht steil hinauf zum Hockstein, von wo aus wir einen schönen Blick auf Burg Hohnstein und die Landschaft rundum haben. Nun steigen wir über die steile und enge Treppe die Wolfsschlucht hinunter und gelangen ins Polenztal. Hinter dem gleichnamigen Gasthaus geht es im Schindergraben in wildromantischer Gegend wieder bergauf und in den Ort Hohnstein. Zusammenfassung der 2. Etappe (Informationen zum gesamten Malerweg) Anspruch: leichte Streckenwanderung Kondition: mäßige Anforderungen, einige heftige Steigungen und Abstiege Karte: Wanderkarte Leporello Malerweg Elbsandsteingebirge: mit Ausflugszielen, etc. Literatur: Wanderführer Fernwanderweg Malerweg aus dem Hikeline-Verlag Länge: 11 km Aufstieg: 470 m Abstieg: 350 m (alle Längen- und Höhenangaben stammen aus dem Wanderführer “Malerweg” aus dem Hikeline-Verlag) Dauer: 7 Stunden Essen und Übernachtung in Hohnstein: Weißer Hirsch; wenig freundlich, Essen ok, weitgehend aus (Halb-) Fertigprodukten. Zimmer ausreichend groß, aber nicht ganz sauber, zur lauten Hauptstraße hinaus. Kosten: 68 Euro für DZ + Frühstück. Alle Bilder:

3 comments to Malerweg – 2. Etappe: Stadt Wehlen – Hohnstein

  • Schöne Fotos haben Sie da gemacht. Wir sind die meisten Abschnitte des Malerweges auch schon gegangen. Ein paar Infos und Fotos gibt´s hier: Facebook | Website.
    Ungewöhnlich fanden wir, dass Sie mit Ihren Unterkünften nur mäßig zufrieden waren, obwohl die Sachsen doch eigentlich ein gemütliches Völkchen sind. Da wir allerdings aus der nahegelegenen Lausitz stammen, brauchen wir bei unseren Wanderungen keine Übernachtung und haben somit auch keine Erfahrungen zur Qualität.
    Beste Grüße
    Ferienwohnung Lausitz Sachsen

  • Herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Es tut mir Leid, wenn der Eindruck entstanden ist, wir wären mit dem Übernachtungsangebot nicht zufrieden gewesen. Im Gegenteil: Die meisten Zimmer waren sehr sauber und zweckmäßig eingerichtet, wenn auch häufig sehr klein. Über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen in der Region kann ich mich ebenfalls nicht beschweren. Eine wenig enttäuscht waren wir – das muss ich zugeben – vom Essen, das häufig lieblos zubereitet und wenig schmackhaft war. Eine rühmliche Ausnahme bildeten allerdings die Partner-Restaurants des Nationalparks Sächsische Schweiz.

  • Mit Freude haben wir Ihren Bericht gelesen und die Fotos bewundert.

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