Malerweg – 1. Etappe: Liebethaler Grund – Stadt Wehlen

Dieser Beitrag beschreibt die 1. Etappe des Malerwegs in der Sächsischen Schweiz. Vom Zentralen Omnibusbahnhof in Pirna fahren wir in rund 15 Minuten mit der Buslinie G/L zur Haltestelle Liebethaler Grund - nicht in Panik verfallen, wenn der Bus an der Haltestelle vorbeifährt, er dreht nach wenigen Metern. Von der Bushaltestelle gehen wir zunächst einige Meter in der (ursprünglichen) Fahrtrichtung die Straße entlang, dann nach rechts am Flüsschen Wesenitz (Foto) weiter. Der idyllische Weg führt am Richard-Wagner-Denkmal vorbei an der Lochmühle und der - geschlossenen - Daubemühle hoch nach Mühlsdorf und durch Felder zum Koordinatenstein, der den Punkt 51°N, 14° O markiert. Nun durch den Wald und wieder steil die Treppen hinunter, wo wir wieder auf die Wesenitz treffen. Unter der Bahnlinie hindurch geht es wieder bergauf, ein kurzes Stück an der Straße entlang und wieder über freies Feld nach Lohmen. Wir gehen durch das Dorf und wieder bergab in den Uttewalder Grund. Der Weg windet sich sehr schön durch die felsige Schlucht und führt durch das Uttewalder Tor, ein Felsentor, das durch herabgestürzte Steinblöcke gebildet wird. Unwetter Anfang August 2010 haben den Weg durch das Tor stark beschädigt, so dass wir über schmale Bretter und Treibholz balancieren müssen, um durch das Tor zu kommen. Auf der anderen Seite stellen wir dann fest, dass der Weg eigentlich gesperrt ist. Das ist das erste, aber nicht das letzte Mal, dass wir mit dem mangelhaften Informationsmanagement bei den Wegsperrungen Bekanntschaft machen. Immer wieder sind Wege gesperrt, was man aber erst erfährt, wenn man direkt vor den Absperrungen steht. Dort gibt es weder Informationen, was genau die Sperrung verursacht hat, noch Angaben zu Alternativrouten. Wir ignorieren deshalb die Sperrungen meist. In der Tat sind auch alle Wege problemlos begehbar. Einzige Ausnahme ist die Sperrung des Schwarzgrundes (siehe Etappe 2), den wir - nach Nachfrage bei der Touristeninfo in Wehlen - über den Steinrücken umgehen. Kurz nachdem wird das Uttewalder Felsentor glücklich passiert haben, treffen wir auf das Gasthaus Waldidylle - Zeit für eine Einkehr. Ambiente und Bedienung erinnern an gute alte (Ost-) Zeiten. Entkoffeinierten Kaffee sollte man übrigens nicht bestellen - es sei denn man steht auf den guten alten Malzkaffee aus Kindertagen ... Nach der Waldidylle treffen wir auf die nächste Wegsperrung: Die Straße im Wehlener Grund ist großenteils unterspült und weggebrochen. Wir wagen es trotzdem und passieren die Stellen ohne Schwierigkeiten. Nun steigen wir die Stufen hinauf zur Burgruine, von der aus man einen schönen Blick über Stadt Wehlen und die Elbe hat. Von der Aussichtsplattform geht es hinunter nach Wehlen. Zusammenfassung der 1. Etappe (Informationen zum gesamten Malerweg) Anspruch: leichte Streckenwanderung Kondition: geringe Anforderungen. Karte: Wanderkarte Leporello Malerweg Elbsandsteingebirge: mit Ausflugszielen, etc. Literatur: Wanderführer Fernwanderweg Malerweg aus dem Hikeline-Verlag Länge: 12 km Aufstieg: 170 m Abstieg: 200 m (alle Längen- und Höhenangaben stammen aus dem Wanderführer “Malerweg” aus dem Hikeline-Verlag) Dauer: 6 Stunden Essen in Pirna: Ratsherrenstuben, gutes Essen, frische Zutaten Übernachtung in Pirna: Pension Donatus: sehr schön restauriertes Gebäude, sehr große Zimmer, recht laut, da zu einer Straße mit Kneipen hinaus, reichhaltiges Frühstück und freundliches Personal. Nur das Lunchpaket (5 Euro pro Person) ist nicht sehr praxisgerecht (Glasflaschen mit Kronkorken, Joghurt, aber keine Löffel). Kosten: 75 Euro DZ + Frühstück, inkl. Kurzübernachtungszuschlag. Essen in Wehlen: Café Welyn, sehr gut, frische, originelle Gerichte Übernachtung in Wehlen: Café Richter, Zimmer ok, klein, Möbel mit DDR-Charme. Kosten: 64 Euro für DZ + Frühstück. Alle Bilder:

1 comment to Malerweg – 1. Etappe: Liebethaler Grund – Stadt Wehlen

  • Daniel Biber

    Schöner Bericht und tolle Fotos! Macht definitiv Lust auf mehr. Die Zeitangabe ist aber recht großzügig gewählt, oder? 6 Stunden für 12 Kilometer ohne größere Anstiege, das erscheint mir doch etwas arg lang. Oder lag das an den zahlreichen Wegsperrungen?

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