Unterwegs mit Navis: Kalibrieren, kalibrieren, kalibrieren

Als Anfänger mit einem Navigationsgerät unterschätzt man meist, wie wichtig es ist, das Gerät regelmäßig neu zu kalibrieren. Und zwar sowohl den Kompass als auch, sofern vorhanden, das Höhenbarometer. Wenn man den Kompass nicht zum Start jeder Wanderung neu kalibriert, kann es zu komischen Fehlern kommen. Als ich letztes Jahr einmal im Mangfalltal zwischen Grub und Valley unterwegs war, hatte ich mir selbst einen GPS-Track erstellt, dem ich dann gefolgt bin. Anfangs war alles in Ordnung, aber auf dem Rückweg zeigte das kleine Markierungsdreieck konsequent in die falsche Richtung. Ein lästiger Fehler, der mit einer Kalibrierung des Kompasses nicht aufgetreten wäre. Damals wusste ich das nur noch nicht. Dabei lässt sich der Kompass recht leicht neu einstellen. Die Option findet sich zum Beispiel im Etrex Vista Hcx unter "Einstellungen, Kalibrierung, Kompass". Sobald man die Kalibrierung gestartet hat, dreht man sich langsam zwei Mal um die eigene Achse. Fertig. Wichtig dabei ist nur, dass man sich mindestens zwei Meter von allen größeren metallischen Gegenständen, dem Auto zum Beispiel, entfernt. Etwas aufwändiger ist die Kalibrierung des Höhenmessers, weil man hier entweder die exakte aktuelle Höhe benötigt oder den aktuellen Luftdruck. Über letzteren dürfte man eher selten verfügen, aber Höhenangaben findet man oft auf Wanderkarten oder an Hütten in den Bergen. Das Problem ist nur, dass man meist beim Beginn einer Wanderung noch nicht über eine exakte Höhenangabe verfügt, sondern erst nach einer Weile. Bei einer Wanderung auf den Simetsberg sah das aufgezeichnete Höhenprofil dann prompt wie im nebenstehenden Bild aus. Das Gerät rechnet die bisher aufgezeichneten Daten leider nicht um, so dass solche Sprünge entstehen. Noch schlimmer ist es aber gar nicht zu kalibrieren. Dann hat man am Schluss einen Track, der um satte 600 Höhenmeter falsch liegt. Bei der hier im Blog beschriebenen Wanderung auf das Trainsjoch waren es immerhin noch mehr als 200 Höhenmeter, um die sich das Etrex Vista Hcx getäuscht hatte. Interessant ist es, wenn man den Höhenmesser zu Beginn der Wanderung korrekt eingestellt hat und dann oben am Gipfel der angezeigte Wert um 60 oder mehr Höhenmeter zu hoch liegt. Dann ist nämlich der Luftdruck stark gefallen und eine Schlechtwetterfront ist im Anrollen.

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